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Beispiel Falk-Insolvenz

Falk war einer der großen Anbieter von geschlossenen Immobilienfonds. Nach Zusammenbruch des Stammhauses sind inzwischen ca. 20 der 80 Fonds ebenfalls insolvent. Aktuell berichtete das Handelsblatt am 23.10.2009 über das Schicksal von 4 der betroffenen Fonds (40,59,,68,71).
 
Das Insolenzverfahren über diese Fonds läuft seit 4 Jahren. Fest steht, dass das Geld der Anleger vollständig verloren  ist. Damit nicht genug fordert der Insolvenzverwalter von 3346 Anlegern gezahlte Ausschüttungen zurück und hat in 2100 Fällen Klage eingereicht. Laut Handelsblatt endeten diese Verfahren überwiegend durch Vergleich. Geht man von einem durchschnittlichen Streitwert von 10.000,00 € und einem Vergleich in der 1. Instanz aus, so wären sowohl auf Fondsseite (Insolvenzmasse) als auch Anlegerseite  6 Millionen Euro an Anwaltskosten fällig geworden.
 
Wichtig:  Bei den Falk-Fonds war, wie bei vielen geschlossenen Immobilienfonds,  ein Treuhänder  eingeschaltet. Hieraus ergeben sich beim Thema "Nachschusspflichten von Anlegern" rechtlich bisher ungeklärte Fragestellungen, die wohl letztlich auch die Vergleiche möglich machten. Eine solche Treuhandkonstellation gibt es bei ALAG nicht.